Durchbruch bei Atomgesprächen mit Iran:
In dem seit zwölf Jahren schwelenden Atomkonflikt mit dem Iran gibt es
einen Durchbruch. Im schweizerischen Lausanne einigten sich die
Unterhändler der fünf Veto-Mächte, Deutschlands und des Iran am
Donnerstagabend auf Eckpunkte für eine Beschränkung des iranischen
Atomprogramms. Im Gegenzug wollten die USA und die EU die Sanktionen
gegen sein Land nach einer abschließenden Einigung ruhen lassen,
kündigte der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif an. Ein
umfassendes Abkommen wollen die Staaten bis zum 30. Juni aushandeln. Die
Arbeit daran beginne sofort, erklärte der iranische Präsident Hassan
Rohani über den Kurznachrichtendienst Twitter. Die Unterhändler
vereinbarten, dass der Iran zwei Drittel seiner derzeit 19.000
Zentrifugen zur Urananreicherung binnen zehn Jahren außer Betrieb nehmen
wird. Das meiste angereicherte Uran solle nach einem umfassenden
Abkommen verdünnt oder ins Ausland gebracht werden.
Zweite Blackbox aus Germanwings-Maschine vermutlich auswertbar:
Die zweite Blackbox des abgestürzten Germanwings-Airbus mit den
technischen Daten zum Flug ist vermutlich auswertbar. Der Zustand des am
Donnerstag gefundenen Flugdatenschreibers lasse "auf eine Möglichkeit
der Auswertung hoffen", sagte der Staatsanwalt von Marseille, Brice
Robin. Das Gerät war demnach am Nachmittag am Absturzort von einer
Polizistin entdeckt worden. Der Flugdatenschreiber sei "völlig
verschüttet" und "ganz schwarz" gewesen, vermutlich weil er Feuer
ausgesetzt gewesen sei. Wie der Staatsanwalt weiter mitteilte, konnten
inzwischen 150 verschiedene DNA-Profile aus den Proben von der
Absturzstelle in den französischen Alpen isoliert werden. "Das bedeutet
nicht, dass wir die 150 Opfer identifiziert haben", hob Robin hervor.
Die DNA-Profile müssten nun noch mit Proben abgeglichen werden, die die
Familien übergeben hätten. Diese Arbeit werde nächste Woche beginnen. Er
versicherte, dass die Familien sofort informiert würden, sobald eine
Identifikation klar sei.
Mindestens 147 Tote bei Universitäts-Massaker:
Nach dem Terrorangriff an einer Universität im kenianischen Garissa ist
die Anzahl der Toten weiter gestiegen. Es gebe 147 bestätigte
Todesopfer, teilte das nationale Katastrophenschutzzentrum mit. 79
weitere Menschen seien verletzt worden. Vier Kämpfer der islamistischen
Al-Shabaab-Miliz hatten das Universitätsgelände im Morgengrauen
gestürmt, als die meisten Studenten noch in ihren Wohnheimen schliefen.
Die Angreifer gingen gezielt gegen christliche Studenten vor. Sie
töteten erst zahlreiche Menschen und nahmen dann viele Geiseln. Erst am
Abend hatte die Armee alle Angreifer getötet. Die Al-Shabaab-Miliz, die
vorwiegend im benachbarten Somalia agiert, bekannte sich zu der Tat.
Mutmaßliche Islamistinnen in New York festgenommen:
Zwei Frauen aus New York müssen sich wegen der mutmaßlichen Vorbereitung
eines Bombenanschlags vor einem US-Bundesgericht verantworten. Die 28
und 31 Jahre alten früheren Mitbewohnerinnen hätten Sprengsätze aus
Propangasflaschen bauen wollen, teilte das US-Justizministerium mit. Die
Verdächtigen seien im Besitz mehrerer Propangasbehälter sowie
Anleitungen zum Bombenbau gewesen, hieß es. Ihnen wird Verschwörung zum
Gebrauch einer Massenvernichtungswaffe vorgeworfen. Dem
Justizministerium zufolge äußerten die beiden US-Bürgerinnen wiederholt
ihre Unterstützung für gewalttätigen Islamismus. Ein verdeckter
Ermittler der US-Bundespolizei FBI hatte seit knapp zwei Jahren Beweise
gegen die beiden Frauen gesammelt.
Papst beginnt Osterfeierlichkeiten:
Papst Franziskus hat am Gründonnerstag bei der traditionellen
Abendmahlmesse in einem römischen Gefängnis zwölf Häftlingen die Füße
gewaschen. Die sechs Männer und sechs Frauen stammen aus Italien, dem
Kongo, Nigeria, Ecuador und Brasilien. In der bewegenden Zeremonie, mit
der an die Demutsgeste Jesu beim letzten Abendmahl erinnert wird, küsste
der Papst auch die Füße der Menschen. Der Argentinier hatte nach seinem
Amtsantritt vor zwei Jahren mit der Tradition gebrochen, die
Fußwaschung bei Priestern zu vollziehen. Auch an seinem dritten
Osterfest als Pontifex steht Franziskus ein volles Programm bevor. Bis
Ostersonntag sind im Vatikan zahlreiche Messen und Feiern geplant - mit
dem traditionellen Segen "Urbi et Orbi" - der Stadt und dem Erdkreis -
auf dem Petersplatz als Höhepunkt. Hunderttausende Touristen und Pilger
werden zu den katholischen Feierlichkeiten erwartet.
Altkanzler Kohl feiert 85. Geburtstag:
Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) feiert seinen 85.
Geburtstag. Er verbringt den Tag im privaten Kreis zu Hause in
Ludwigshafen-Oggersheim. Als Gäste haben sich die rheinland-pfälzische
CDU-Chefin und stellvertretende Bundesvorsitzende Julia Klöckner und der
Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann angekündigt. Bereits am
Donnerstag hatten Politiker und andere Persönlichkeiten Kohls Verdienste
um Deutschland und Europa gewürdigt. Kohl war von 1982 bis 1998
Kanzler. 2008 erlitt er bei einem Sturz ein Schädel-Hirn-Trauma, seither
sitzt er im Rollstuhl und kann nur schwer sprechen. Die CDU
veranstaltet zu seinem Geburtstag keine Feier. Stattdessen soll es im
Sommer ein Symposium der Konrad-Adenauer-Stiftung zu seinen Ehren geben.
No hay comentarios:
Publicar un comentario