Asien-Pazifik-Gipfel
berät über Kooperation und Freihandel:
Unter
massiven Sicherheitsvorkehrungen beginnt an diesem Montag in Peking der Gipfel
der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC). Der gastgebende
chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping empfängt dazu die Führer der 21
Pazifik-Anrainer, allen voran Russlands Präsidenten Wladimir Putin und den
US-Präsidenten Barack Obama. Im Mittelpunkt des zweitägigen Gipfels stehen der
Ausbau der Kooperation, eine engere wirtschaftliche Integration sowie die
Neuordnung des Handels. - Bei einem Treffen im Vorfeld hatten Xi und Putin eine
Vereinbarung über umfangreiche zusätzliche Gaslieferungen aus Westsibirien nach
China geschlossen.
Berlin feiert
mit "Lichtgrenze" und Bürgerfest den Fall der Mauer:
Mehr als eine
Million Menschen haben am Sonntag in Berlin den Mauerfall vor 25 Jahren
gefeiert. Zum emotionalen Höhepunkt stiegen symbolisch 7000 weiße Ballons in
den Abendhimmel - sie hatten in einer spektakulären Installation den Verlauf
der einstigen Mauer als "Lichtgrenze" nachgezeichnet. Bundeskanzlerin
Angela Merkel hatte bei der zentralen Gedenkfeier am ehemaligen Todesstreifen
von einer "Botschaft der Hoffnung" gesprochen. Der Mauerfall zeige,
dass man "Dinge zum Guten wenden" könne. Diese Botschaft richte sich
besonders an die Menschen in der Ukraine, in Syrien und im Irak, sagte die
CDU-Vorsitzende. Die Feierlichkeiten endeten mit einem Bürgerfest und einem
Pop-Konzert am Brandenburger Tor.
Obama:
"Neue Phase" gegen den IS im Irak :
Die
Entsendung bis zu 1500 zusätzlicher US-Soldaten in den Irak markiert nach den
Worten von Präsident Barack Obama den Wechsel von einer defensiven hin zu einer
offensiveren Strategie. Nach der Bildung einer breiten und glaubwürdigen
Regierung in Bagdad könne man nun auf dem Schlachtfeld gegen die Terrormilizen
des "Islamischen Staats" (IS) die Initiative ergreifen, sagte Obama
in einem CBS-Interview. In dieser "neuen Phase" werde man direkte
Luftunterstützung leisten, sobald die irakischen Bodentruppen auf eine
Gegenoffensive vorbereitet seien. Am Wochenende waren den irakischen Truppen
und der US-geführten Militärallianz offenbar zwei wichtige Schläge gegen die
IS-Dschihadisten gelungen. Über das Schicksal von IS-Führer und Kalifats-Chef
Abu Bakr al-Baghdadi herrscht nach den Angriffen jedoch weiter Rätselraten.
Sorge über Truppenverstärkungen
in der Ostukraine :
Nach der EU
haben sich auch die USA "sehr beunruhigt" gezeigt angesichts von
Berichten über russische Militärverstärkung für die Separatisten in der
Ostukraine. Die Regierung in Washington sehe mit großer Sorge die zahlreichen
Meldungen, wonach von Russland unterstützte und ausgerüstete Rebellen große
Waffen- und Panzerkonvois zu den Frontlinien des Kampfes brächten, erklärte die
Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats, Bernadette Meehan. Ähnlich hatte
sich zuvor die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini geäußert. Aus Donezk,
einer Hochburg prorussischer Separatisten, waren am Sonntag die schwersten
Gefechte seit Verkündung der Waffenruhe Anfang September gemeldet worden.
BND will für
Cyberkrieg technisch aufrüsten:
Der
Bundesnachrichtendienst (BND) will nach einem Medienbericht künftig auch
Internetverbindungen überwachen, die durch Verschlüsselung geschützt sind, und
dafür technisch massiv aufrüsten. Bis zum Jahr 2020 sollen für das Programm
"Strategische Initiative Technik" insgesamt 300 Millionen Euro
bewilligt werden, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) unter
Berufung auf gemeinsame Recherchen mit den Sendern NDR und WDR. Mit dem
Programm wolle der BND unter anderem soziale Netzwerke im Ausland überwachen
und ein Frühwarnsystem für Cyberangriffe einrichten. Der Dienst will der SZ
zufolge künftig mit Hilfe externer Spezialisten die Transportverbindungen SSL
und HTTPS entschlüsseln. Nach BND-Angaben sollen nur öffentlich zugängliche
Daten benutzt werden, und in die Analyse sollen keine Datenpakete in deutscher
Sprache einfließen.
"Wegweisendes
Votum" für Abspaltung Kataloniens :
Bei der
inoffiziellen Volksbefragung zur Unabhängigkeit Kataloniens haben sich etwa 80
Prozent für die Abspaltung ihrer Region von Spanien ausgesprochen. Diese Zahl
gab die Regionalregierung in Barcelona in der Nacht bekannt. Auch wenn dieses
Votum eher "symbolischen" Wert habe, sei es doch ein wichtiger
Schritt auf dem Weg zu einem rechtskräftigen Referendum, erklärte Kataloniens
Regierungschef Artur Mas. Die Zentralregierung in Madrid erkennt diese
Abstimmung nicht an. Justizminister Rafael Catalá sprach von
"Propaganda" und einer "sterilen und nutzlosen" Befragung.
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